Unkraut im Garten

Wildwachsende Pflanzen werden im Garten oft als Unkraut bezeichnet. Aber was sind wildwachsende Pflanzen überhaupt? Legt man sich einen neuen Garten an, der zuvor eine Wiese war, so erkennt man den Ursprung der wildwachsenden Pflanzen sehr schnell. Denn der Boden einer Wiese oder eines Ackers ist durchsät mit Wurzeln und Samen von Unkraut! Unkraut ist überall. Der komplette Bode ist mit den Ausläufern durchsät. Nun Unkraut oder wildwachsende Pflanzen haben natürlich auch einen Hintergrund in der Natur. Denn stellen wir uns mal vor, keiner würde den Boden bearbeiten, dann wäre er kahl und würde im wahrsten Sinne des Wortes vertrocknen und verdorren.

Unkraut als Heimstätte für wildlebende Tiere

Schmetterlinge, Bienen und andere Insekten oder wilde Kleintiere hätten keinen Lebensraum und keine Nahrungsquelle. Wilde Pflanzen sind daher nicht nur Unkraut, sondern die Grundlage jedes natürlichen Lebens in unseren Breitengraden! Problematisch werden Unkräuter im Garten, wenn man sich einen schönen kultivierten Garten anlegen möchte. In diesem Fall kommt im Gras oder im Überarbeiteten Blumenbeet immer wieder Unkraut hervor! Es gibt aber zwei Arten dem entgegen zu wirken. Denn Unkraut kann biologisch bekämpft werden, aber auch auf chemische Art beseitigt werden. Die chemische Art kann ich nur empfehlen, wenn es keine andere Aussicht mehr gibt. Denn bedenken Sie, sie behandeln chemisch immer an der Erdoberfläche! Das bedeutet, dass zum einen Unkraut nur auf den ersten Blick verschwindet, im Erdinneren immer noch Wurzeln und Samen verborgen sind. Diese können nach einiger Zeit wieder neu treiben. Biologisch sinnvolle Unkrautbekämpfer sind Pflanzen, die so wachsen, dass die dem Unkraut die Energie und die Nahrungszufuhr stoppen. Anderenfalls gibt es auch solche Unkrautbekämpfungsmittel, die das Unkraut so sprießen lassen, dass es in die Höhe schießt und vergeht. Anstrengend aber effektiv ist es, das Unkraut an der Wurzel zu packen und aus dem Boden zu ziehen. So haben sie das Unkraut entfernt und die Wurzel treibt nicht mehr neu aus! Aber denken Sie an das Sprichwort „Unkraut vergeht nicht!“. In diesem Sinne sollte ihnen bewusst sein, dass jeder damit immer wieder ein Problem hat und haben wird!

Der Gletscher Hahnenfuß ist eine kleine Blütenpflanze, die ca. 5 bis 15 cm Höhe erreicht. Sie schaut aus wie ein kleines hellgelbes Röschen, wobei die Blüten in der Mitte deutlich dunkler sind als am Rand. Die Pflanze bedeckt den Boden sehr dicht. Nur die Teile der Pflanze, welche die Blüten tragen ragen vom Boden empor. Dieses Pflänzchen liebt Steinböden, daher ist sie in Geröll und Steinschuttfluren zu finden.

Das Hirtentäschelkraut ist eine Pflanze, die ich als Kind oft am Wegrand gefunden habe. Es ist eine recht hohe Pflanze, die eine Größe von 20 bis 40 cm erreicht. An dem Stengel sind seitlich kleine dreieckige Blüttchen, die etwas dicker geformt sind. Die Hauptblüte ist sehr zierlich und klein und besteht aus kleinen weißen Blütenblättern. Das Hirtentäschelkraut hat keine feste Blühzeit und kann sogar im Winter blühen.

Der Meerrettich ist eine große Ackerpflanze mit großen weißen rankenden Blüten. Der Meerrettich wird ca 1,5 m hoch und hat fast 60 cm lange Grundblätter. Der Meerrettich wächst an Unkrautfluren, am Wegrand oder an Schuttplätzen. Der Meerrettich wird heute gerne als Würze in der Senfherstellung verwendet.Ursprünglich fand er seinen Weg zu uns aus Südosteuropa.

An dieser Stelle möchte ich einige Worte zum Springkraut erwähnen. Vor ungefähr einem Jahr sah ich am Strassenrand wunderschöne rote Blumen, die mir sehr ins Auge stachen. Also nahm ich mir einen Ableger mit in meinen Garten. Als ich mich weiter über diese Planze informierte, stellte sich heraus, dass es sich dabei um das sogenannte Springkraut handelt. Springkraut wird auch Indisches Springkraut oder Drüsiges Springkraut genannt. Die Blüten sind orchideenartig dunkelrosa und wandeln sich nach der Blüte in Samenkolben, welche aufspringen, sobald man sie berührt. Was ich bis dahin nicht wusste - das Springkraut kann den ganzen Garten in Anspruch nehmen, wenn man es nicht geziehlt kultiviert. Ursprunglich wurde das Springkraut eben aus Indien eingeführt und in Europa als Zierpflanze kulitiviert. Nach einigen Jahren konnte man das Springkraut in der freien Natur finden, wo es sich auch bestens weiter vermehrt. Inzwischen versucht man die Population vom Springkraut gezielt einzudämmen um einheimische Pflanzen zu bewahren. Denn durch die Vermehrung des Springkrautes in der Natur geht die Population einheimischer Gewächse zurück.

Ich für meinen Teil konnte feststellen, dass es im Garten keinen zu großen Schaden einrichten kann. Es ist nur wichtig, das Springkraut in kleiner Größe einfach dort aus dem Boden zu ziehen, wo es nicht hingehört. Denn das junge Springkraut hat eine dünne Pfahlwurzel, die sich leicht aus dem Boden lösen lässt. So halte ich die Anzahl des Springkrautes in meinem Garten im kleinen Rahmen. Zudem lockt das Springkraut geschickt die Honigbienen an, wodurch die einheimischen Pflanzen vernachlässigt werden. 

Es gibt verschiedene Arten der Sternmiere, welche zu den Nelkengewächsen gehört. Die Sternmiere hat weiße Blüten und einen zarten gelben kleinen Blütenkopf. Zum einen gibt es die große Sternmiere, welche bis zu 40 cm groß werden kann. Die Blätter sind bei dieser Blume sind gespalten und wirken voluminös. Die Waldsternmiere ähnlet stark der großen Stenmiere Sie hat jedoch runde Stengel und breitere Blätter. Die Vogelsternmiere ist eine beliebte Topfpflanze für Käfigvögel. Sie hat runde kleine Blättchen und kleine weiße Blüten.Die Vogel-Sternmiere ist sehr flach wachsend und bedeckt büschig den Boden. Heute wird sie jedoch in den Gärten als Unkraut gejähtet.

Quelle Fotos: pixabay.com

Neueste Artikel

Mittwoch, November 15, 2017 - 08:15

Folgen Sie uns

Twitter icon Facebook icon Google+ icon

Copyright 2014 - Heimwerker-zentrum.de - Das Portal für Heimwerker